Körperverletzung

Der Straftatbestand der Körperverletzung stellt die negative Beeinträchtigung des körperlichen oder gesundheitlichen Zustands einer anderen Person unter Strafe. Damit schützt dieser Tatbestand das körperliche Wohl bzw. die körperliche Unversehrtheit von Menschen.

 

Eine Körperverletzung (KV) setzt voraus, dass eine andere Person vom Täter körperlich misshandelt oder an der Gesundheit geschädigt wurde. Deshalb kann schon das Zufügen von blauen Flecken, Beulen oder Prellungen oder die Ansteckung mit Infektionskrankheiten (z. B. HIV) strafbar sein. Angst und Furcht hingegen sind keine körperliche Beeinträchtigung und deshalb nicht nach § 223 StGB strafbar.

Fahrlässige Körperverletzung

Ermittlungen wegen der Verletzung von Personen werden oft relativ schnell eingeleitet. Das kann z. B. schon bei einem Verkehrsunfall der Fall sein, bei dem Personen zu Schaden kommen. Dann steht der Vorwurf fahrlässige Körperverletzung im Raum. Im Straßenverkehr kann damit bereits eine Sekunde der Unachtsamkeit genügen, um sich nach strafbar zu machen. Nicht selten werden aber solche Strafverfahren eingestellt oder gehen mit einer geringen Geldstrafe aus.

Schwerere Formen der Straftat

Das Strafgesetzbuch (StGB) unterscheidet neben der einfachen noch die gefährliche Körperverletzung, die schwere Körperverletzung, die Körperverletzung im Amt und die Körperverletzung mit Todesfolge.

 

Die gefährliche Körperverletzung unterscheidet sich durch ihr höheres Strafmaß von der einfachen Form dieses Straftatbestandes. Hier wird die Art und Weise der Tatbegehung als besonders gefährlich angesehen. Bei der schweren Körperverletzung liegt das Augenmerk nicht auf der gefährlichen Art und Weise der Tatbegehung, sondern auf den gravierenden Tatfolgen (z. B. Verlust Gliedmaßen etc.).

Strafmaß und Notwehr

Wer eine (einfache) Körperverletzung begeht, wird mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren bestraft. Für andere Arten dieses Straftatbestandes sieht das Gesetz auch höhere Strafen vor.

 

Es führt aber nicht jede Verletzung einer anderen Person zu einer Strafbarkeit: Denn Strafverteidiger können sich häufig für ihre Mandanten auf Notwehr berufen, wenn diese eine Person zwar verletzt haben, aber sich z. B. gegen einen Angriff verteidigt haben. Dann ist die Verletzung einer anderen Person nicht rechtswidrig und damit straffrei.

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