Verletzung des Rechts auf sexuelle Selbstbestimmung

Mit der Vorschrift des § 177 StGB soll das Recht aus sexuelle Selbstbestimmung geschützt werden – und damit Menschen vor Vergewaltigung. Danach wird bestraft, wer eine andere Person mit Gewalt, durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder unter Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer der Einwirkung des Täters schutzlos ausgeliefert ist, nötigt, sexuelle Handlungen des Täters oder eines Dritten an sich zu dulden oder an dem Täter oder einem Dritten vorzunehmen.

Für eine Vergewaltigung droht eine Freiheitsstrafe von nicht unter einem Jahr, in besonders schweren Fällen nicht unter zwei Jahren.

Ausreichend kann dabei schon das Festhalten der Hände des Tatopfers oder die Verabreichung betäubender oder bewusstseinstrübender Mittel ohne Einwilligung sein. Dahingegen ist die bloße Vornahme einer sexuellen Handlung gegen den Willen einer anderen Person keine Gewaltnötigung zur Duldung dieser Handlung.

Wird mit dem Angriff auf die körperliche Unversehrtheit gedroht, so muss diese Drohung eine gewisse Schwere aufweisen.

Stigmatisierung durch Strafverfahren: Der Strafverteidiger kann helfen

Ein Ermittlungsverfahren oder eine Anklage wegen dem Vorwurf einer Vergewaltigung sind aufgrund von Stigmatisierung und Sanktionen aus dem sozialen Nahbereich immer eine große Belastung für alle Beteiligten. Häufig sind alle Betroffenen an einer schnellen Lösung der Gesamtsituation interessiert. Gerade in solchen Fällen kann ein Strafverteidiger wertvolle Dienste leisten.

Ein derartiger Vorwurf ist keine Lappalie – Rechtsanwalt Isselhorst steht Ihnen gerne zur Seite.

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