Durchsuchung

Bei einer Durchsuchung suchen staatliche Organe wie z. B. Polizeibeamte als Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft gezielt nach Personen oder Gegenständen. Sie ist damit ein Mittel, dass der Staatsanwaltschaft, aber z. B. auch der Steuerfahndung zur Verfügung steht, um an Beweismittel zu gelangen und sie anschließend zu sichern.

Hausdurchsuchung – Durchsuchung von Personen

Bei der Hausdurchsuchung werden vor allem Wohnung und Geschäftsräume durchsucht. Weil die Unverletzlichkeit der Wohnung in Deutschland ein Grundrecht ist, gelten für die Hausdurchsuchung besondere Vorschriften. So setzt die Durchsuchung z. B. voraus, dass entweder ein Durchsuchungsbeschluss vorliegt oder Gefahr in Verzug ist. Gefahr im Verzug bedeutet, dass die Gesamtsituation nicht zulässt, einen Durchsuchungsbeschluss abzuwarten, da andernfalls Beweismittel oder Personen nicht mehr auffindbar sein könnten. Die Durchsuchung von Geschäftsräumen wie Büros, Verkaufsräumen oder Lagerräumen bezeichnet man auch als Firmendurchsuchung.

Bei der Personendurchsuchung werden die Kleidungsstücke der Person, ihre Körperoberfläche und leicht zugängliche Körperöffnungen (z. B. Mund, Nase, Ohren) überprüft. Die Personendurchsuchung ist damit etwas anderes als eine Untersuchung: Bei der Untersuchung werden auch im Körper liegende Bereiche wie z. B. der Mageninhalt überprüft.

Richtiges Verhalten

Grundsätzlich gilt: Der Betroffene darf bei einer Hausdurchsuchung oder Personendurchsuchung keinen Widerstand leisten, weil dieser im Strafverfahren als Verdunklungshandlung ausgelegt werden kann. Allerdings gilt auch, dass der Betroffene auch nicht aktiv mitwirken muss. Nur eine Pflicht trifft den Betroffenen: Er muss korrekte Angaben zu seiner Person machen – mehr aber auch nicht.

Während einer Durchsuchung hat der Betroffene dann außerdem verschiedene Rechte. Über diese Rechte muss am Anfang der Durchsuchung mit einer Rechtsbelehrung aufgeklärt werden. Die wichtigsten Rechte sind das Recht des Betroffenen den Durchsuchungsbeschluss zu sehen, während der Durchsuchung keine Aussage machen zu müssen, der Sicherstellung von Beweismitteln widersprechen und einen Anwalt hinzuzuziehen zu dürfen.

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