Betrug nach StGB

Betrug ist in Deutschland eine Straftat nach dem StGB, also nach dem Strafgesetzbuch, und zwar nach § 263 StGB. Betrug ist ein sogenanntes Vermögensdelikt, weil der Täter eine andere Person „am Vermögen“ schädigt, nicht z. B. körperlich.

Strafe bei Betrug

Die Strafandrohung in § 263 StGB für den „normalen“ Betrug lautet auf Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahre. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass Betrugsstraftaten sehr unterschiedlich sind: von der kleinen Betrügerei bis hin zum großen „Bluff“ ist alles denkbar.

Besonders schwere Fälle werden deswegen ausdrücklich im Gesetz genannt und eine höhere Mindeststrafe für besonders schwere Fälle verhängt: Hier kommt nur noch eine Freiheitsstrafe in Betracht. Die mögliche Höchststrafe liegt dann bei immerhin zehn Jahren! Um einen besonders schweren Fall des Betrugs handelt es sich laut § 263 StGB z. B., wenn der Täter gewerbsmäßig betrügt oder Teil einer Betrügerbande ist, wenn der Schaden beim Opfer besonders groß ist oder wenn jemand durch den Betrug in wirtschaftliche Not gerät.

Betrug Verjährung

Wie nahezu alle Straftaten verjährt auch der Betrug nach Ablauf einiger Zeit. Nur Mord verjährt nicht – das sieht das Gesetz in § 78 StGB ausdrücklich vor. Die Verjährungsfrist richtet sich – ebenfalls wie bei anderen Straftaten – nach der Strafandrohung und beträgt bei Totschlag mit lebenslanger Freiheitsstrafe z. B. 20 Jahre. Je schwerer die Tat, desto länger also die Verjährungsfrist. Damit hängt die Frist für die Verjährung bei Betrug von der konkreten Tat ab.

Computerbetrug, Kapitalanlagebetrug etc.

Neben dem „normalen“ Betrug in § 263 StGB gibt es Formen dieser Straftat, die mit einer eigenen Norm im StGB berücksichtigt sind. So hat der Computerbetrug z. B. mit § 263 a StGB eine eigene Norm im StGB. Das gleiche gilt für den Subventionsbetrug (§ 264 StGB), Kapitalanlagebetrug (§ 264a StGB) und z. B. den Kreditbetrug (§ 265 b StGB)

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