Bußgeld

Das Bußgeld ist eine „Strafe“, die von Behörden verhängt wird, wenn eine Person eine Ordnungswidrigkeit begangen hat. Das ist besonders häufig im Straßenverkehr der Fall, z. B. wenn ein Verkehrsteilnehmer bei Rot gefahren ist, zu schnell geblitzt wurde oder falsch geparkt hat. Das Unrecht dieses Verstoßes gegen das StVG ist dann nicht so schwerwiegend, als dass man eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe verhängen müsste wie z. B. im Verkehrsstrafrecht.

Bußgeldverfahren

Im Bußgeldverfahren werden Ordnungswidrigkeiten geahndet und Bußgelder verhängt. Geht es um eine Ordnungswidrigkeit – besonders häufig sind diese im Verkehrsrecht –, findet dann keine Gerichtsverhandlung statt wie z. B. beim Vorwurf der Straftat Trunkenheit im Verkehr. Das Bußgeldverfahren beginnt mit der Zusendung des Anhörungsbogens durch eine Behörde. Hier wird die vorgeworfene Ordnungswidrigkeit genau bezeichnet, der Betroffene kann dann dazu schriftlich Angaben machen. Ob man das tun sollte und ob man gegebenenfalls gegen einen Bußgeldbescheid, mit dem das Bußgeld festgesetzt wird, Einspruch erhebt, sollte zeitnah mit einem Anwalt geklärt werden.

Bußgeld bei Geschwindigkeitsüberschreitung

Einer der häufigsten Fälle, in dem ein Bußgeld verhängt wird, ist die Geschwindigkeitsüberschreitung, also die Verletzung eines Tempolimits mit dem Auto, dem Lkw oder dem Motorrad. Wird man zu schnell geblitzt, ist schon bei einer kleinen Überschreitung der zulässigen Maximalgeschwindigkeit mit einem geringen Bußgeld zu rechnen, ab einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 21 km/h muss man mit einem Bußgeld und Punkten in Flensburg rechnen.

Verjährung Bußgeld

Ein Bußgeld unterliegt der Verjährung. Das bedeutet: Ist die Verjährungsfrist abgelaufen, muss man nicht mehr bezahlen. Eine Ordnungswidrigkeit wie z. B. eine Geschwindigkeitsüberschreitung nach dem StVG verjährt in nur drei Monaten. Die sog. Verfolgungsverjährung tritt genau auf den Tag drei Monate nach dem Tag ein, an dem man z. B. geblitzt wurde. Wichtig ist aber zu wissen: Bekommt man vorher von der Behörde einen Anhörungsbogen zugesendet, kommt es zu einer Unterbrechung der Verjährung.

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