Sexualstrafrecht

Sexualstrafrecht ist ein Bereich des Strafrechts. Das Sexualstrafrecht stellt Taten unter Strafe, die sich gegen die sexuelle Selbstbestimmung von Personen richten, von Erwachsenen, aber natürlich auch von Kindern jeden Alters. Die wichtigsten Straftatbestände des Sexualstrafrechts finden sich in Deutschland im Strafgesetzbuch (StGB).

Vergewaltigung

Die Vergewaltigung ist wohl der bekannteste Begriff bzw. die wohl bekannteste Straftat aus dem Sexualstrafrecht. Die Vergewaltigung wird im Strafrecht formal auch als „sexuelle Nötigung“ bezeichnet (§ 177 StGB). Eine Vergewaltigung bzw. sexuelle Nötigung begeht, wer eine andere Person dazu zwingt – mit körperlicher Gewalt, Drohungen oder unter Ausnutzung einer Zwangslage – sexuelle Handlungen an sich zu dulden.

Kindesmissbrauch

Dabei kommt es nicht darauf an, ob die Person, die zu Sex gezwungen wird, männlich ist oder weiblich, ob die Person ein anderes Geschlecht hat als der Täter, und es kommt vor allem nicht darauf an, wie alt die Person ist. Sexueller Missbrauch von Kindern – also Personen unter 14 Jahren – wird allerdings z. B. gesondert, d. h. mit eigenen Straftatbeständen, unter Strafe gestellt (z. B. § 176 StGB).

 

Die Strafandrohungen für den sexuellen Missbrauch von Kindern sind dabei sehr unterschiedlich, je nach Schwere des Tatvorwurfs und der Tatfolgen (z. B. Missbrauch mit Todesfolge)

Kinderpornografie

Auch Kinderpornografie ist strafbar. Kinderpornografie als strafbare Handlung liegt dann vor, wenn pornografische Schriften (Fotos, Videos etc.) sexuelle Handlungen von Kindern, sexuelle Handlungen an Kindern oder vor Kindern zum Gegenstand abbilden. Als Kind gilt dabei jede Person unter 14 Jahren. Dabei kann auch das sogenannte „Posing“ nach § 184b StGB strafbar sein.

Exhibitionismus / Exhibitionistische Handlungen

Eine Straftat im Sexualstrafrecht ist auch der Exhibitionismus bzw. sind exhibitionistische Handlungen. Mit diesem Straftatbestand wird das Verhalten eines Mannes unter Strafe gestellt, der andere Personen durch Entblößen der Geschlechtsteile belästigt, aber nur Entblößungshandlungen mit sexueller Motivation. Allerdings muss die Entblößung nicht ganz unerheblich sein, der Täter muss eine sog. Erheblichkeitsschwelle überschreiten, um sich mit einer Entblößung strafbar zu machen.

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