Verkehrsstrafrecht

Das Verkehrsstrafrecht ist ein Bereich des Strafrechts, das sich einem bestimmten Themenkreis widmet, dem Verkehr – in der Praxis vor allem dem Straßenverkehr. So zählen z. B. Straftaten wie die Fahrerflucht („unerlaubtes Entfernen vom Unfallort“), die Trunkenheit im Verkehr (Fahren unter Alkohol bzw. Fahren unter Drogeneinfluss) oder die Gefährdung des Straßenverkehrs zum Bereich Verkehrsstrafrecht.

Straftaten im Straßenverkehr

Straftatbestände aus diesem Bereich finden sich sowohl im Strafgesetzbuch (StGB) als auch in anderen Gesetzen wie z. B. dem StVG, dem Straßenverkehrsgesetz.

 

Die bekanntesten Straftaten im Verkehrsstrafrecht sind dabei u. a. das unerlaubte Entfernen vom Unfallort (Fahrerflucht/Unfallflucht), das Fahren unter Einfluss von Alkohol, Drogen und Medikamenten (Trunkenheit im Verkehr), die Gefährdung des Straßenverkehrs, der gefährliche Eingriff in den Straßenverkehr sowie das Fahren ohne Fahrerlaubnis bzw. Fahren trotz Fahrverbot. Für diese und andere Straftaten im Straßenverkehr droht regelmäßig eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe.

Ordnungswidrigkeiten

Wer sich im Straßenverkehr zwar falsch verhält, aber nicht so „schlimm“, als dass man dieses Fehlverhalten unter Strafe stellen müsste, der kommt mit dem Ordnungswidrigkeitenrecht in Berührung. Das gilt z. B., wenn man wegen einem Geschwindigkeitsverstoß geblitzt wurde, das aber z. B. nicht zugleich ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr (§ 315 b StGB) war. Hier droht dann nicht eine Freiheitsstrafe oder Geldstrafe – hier droht in der Regel ein Bußgeld

Folgen der Verkehrsstraftat

Neben Freiheitsstrafen und Geldstrafen kennt das Verkehrsstrafrecht auch andere Sanktionen: Es drohen „Punkte in Flensburg“ und – was gerade für Berufspendler oder Berufskraftfahrer (Busfahrer, Taxifahrer, LKW-Fahrer etc.) zum echten Problem werden kann – ein Fahrverbot für einen bestimmten Zeitraum oder die dauerhafte Entziehung der Fahrerlaubnis, ggfs. sogar mit einer Sperre zur Neuerteilung der Fahrerlaubnis.

 

Weil außerdem schon nach nur einer Verkehrsstraftat Zweifel an der Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeugs bestehen können, kann in einem solchen Fall z. B. auch eine medizinisch-psychologische Untersuchung („MPU“, umgangssprachlich „Idiotentest“) angeordnet werden.

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